Zählerschrank
Der Schrank, in dem Ihr Stromzähler und die Hauptsicherungen sitzen.
Er hängt meist im Keller, im Flur oder im Hausanschlussraum. Für eine PV-Anlage, Wallbox oder Wärmepumpe muss er den heutigen technischen Regeln entsprechen. Ältere Zählerschränke müssen dafür oft umgebaut oder ersetzt werden.
Hausanschluss
Die Stelle, an der das Stromkabel aus der Straße ins Haus kommt.
Bis hierhin ist der Netzbetreiber zuständig, dahinter beginnt Ihre Hauselektrik. Der Hausanschluss legt fest, wie viel Strom das Haus gleichzeitig beziehen kann. Das ist wichtig, wenn große Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe dazukommen.
Verteiler (Sicherungskasten)
Der Kasten mit den Sicherungen, von dem aus der Strom in die Räume verteilt wird.
Umgangssprachlich heißt er Sicherungskasten, Fachleute sagen Verteiler oder Verteilung. Darin sitzen die Sicherungen und FI-Schutzschalter für alle Stromkreise. Oft ist er mit dem Zählerschrank kombiniert.
Unterverteilung
Ein zusätzlicher, kleinerer Sicherungskasten, zum Beispiel auf einer Etage.
Sie wird vom Hauptverteiler versorgt. So werden die Leitungswege kürzer, es gibt Platz für neue Stromkreise, und Sie müssen bei einer ausgelösten Sicherung nicht bis in den Keller.
Stromkreis
Ein Bereich im Haus, der über eine eigene Sicherung läuft.
Zum Beispiel alle Steckdosen im Wohnzimmer oder nur der Herd. Löst die Sicherung aus, ist nur dieser Bereich ohne Strom. Die Anzahl der Sicherungen im Verteiler entspricht ungefähr der Anzahl der Stromkreise.
Sicherung (Leitungsschutzschalter)
Schaltet den Strom ab, wenn eine Leitung überlastet wird.
Moderne Sicherungen sind kleine Kippschalter, die man nach dem Auslösen einfach wieder einschaltet. In alten Anlagen gibt es noch Schraubsicherungen, die nach dem Auslösen ersetzt werden müssen.
FI-Schutzschalter
Schützt Menschen vor gefährlichen Stromschlägen.
Er erkennt, wenn Strom ungewollt abfließt, zum Beispiel über einen Menschen, und schaltet in Bruchteilen einer Sekunde ab. Der Fachbegriff ist Fehlerstrom-Schutzschalter oder RCD. In älteren Anlagen fehlt er oft, er lässt sich aber meist nachrüsten.
Schutzleiter
Die grün-gelbe Ader im Kabel, die bei einem Defekt schützt.
Hat ein Gerät einen Fehler, leitet der Schutzleiter den Strom sicher ab, damit das Gehäuse nicht unter Spannung steht. In Häusern, die vor etwa 1970 gebaut wurden, fehlt er oft. Dann müssen bei einer Sanierung mehr Leitungen neu verlegt werden.
Starkstrom (400 Volt)
Ein Anschluss mit mehr Leistung für große Geräte.
Normale Steckdosen haben 230 Volt. Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox oder große Maschinen brauchen einen 400-Volt-Anschluss. Umgangssprachlich heißt er Starkstrom, Fachleute sagen Drehstrom.
Netzbetreiber
Das Unternehmen, dem das Stromnetz in Ihrer Straße gehört.
Das ist nicht unbedingt Ihr Stromanbieter, bei dem Sie den Strom bezahlen. PV-Anlagen, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, manche brauchen sogar eine Genehmigung. Das übernehmen wir für Sie.
Elektrofachkraft
Eine ausgebildete Fachperson, die an elektrischen Anlagen arbeiten darf.
Arbeiten an der fest verbauten Elektrik dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen. Das dient Ihrer Sicherheit und Ihrem Versicherungsschutz. Neue Anlagen beim Netzbetreiber anmelden darf nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb.