Lexikon

Begriffe einfach erklärt.

Zählerschrank, kWp oder Lastmanagement? Hier steht in einfachen Worten, was die Begriffe aus unseren Leistungen und dem Kostenrechner bedeuten.

01

Strom im Haus

Zählerschrank

Der Schrank, in dem Ihr Stromzähler und die Hauptsicherungen sitzen.

Er hängt meist im Keller, im Flur oder im Hausanschlussraum. Für eine PV-Anlage, Wallbox oder Wärmepumpe muss er den heutigen technischen Regeln entsprechen. Ältere Zählerschränke müssen dafür oft umgebaut oder ersetzt werden.

Hausanschluss

Die Stelle, an der das Stromkabel aus der Straße ins Haus kommt.

Bis hierhin ist der Netzbetreiber zuständig, dahinter beginnt Ihre Hauselektrik. Der Hausanschluss legt fest, wie viel Strom das Haus gleichzeitig beziehen kann. Das ist wichtig, wenn große Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe dazukommen.

Verteiler (Sicherungskasten)

Der Kasten mit den Sicherungen, von dem aus der Strom in die Räume verteilt wird.

Umgangssprachlich heißt er Sicherungskasten, Fachleute sagen Verteiler oder Verteilung. Darin sitzen die Sicherungen und FI-Schutzschalter für alle Stromkreise. Oft ist er mit dem Zählerschrank kombiniert.

Unterverteilung

Ein zusätzlicher, kleinerer Sicherungskasten, zum Beispiel auf einer Etage.

Sie wird vom Hauptverteiler versorgt. So werden die Leitungswege kürzer, es gibt Platz für neue Stromkreise, und Sie müssen bei einer ausgelösten Sicherung nicht bis in den Keller.

Stromkreis

Ein Bereich im Haus, der über eine eigene Sicherung läuft.

Zum Beispiel alle Steckdosen im Wohnzimmer oder nur der Herd. Löst die Sicherung aus, ist nur dieser Bereich ohne Strom. Die Anzahl der Sicherungen im Verteiler entspricht ungefähr der Anzahl der Stromkreise.

Sicherung (Leitungsschutzschalter)

Schaltet den Strom ab, wenn eine Leitung überlastet wird.

Moderne Sicherungen sind kleine Kippschalter, die man nach dem Auslösen einfach wieder einschaltet. In alten Anlagen gibt es noch Schraubsicherungen, die nach dem Auslösen ersetzt werden müssen.

FI-Schutzschalter

Schützt Menschen vor gefährlichen Stromschlägen.

Er erkennt, wenn Strom ungewollt abfließt, zum Beispiel über einen Menschen, und schaltet in Bruchteilen einer Sekunde ab. Der Fachbegriff ist Fehlerstrom-Schutzschalter oder RCD. In älteren Anlagen fehlt er oft, er lässt sich aber meist nachrüsten.

Schutzleiter

Die grün-gelbe Ader im Kabel, die bei einem Defekt schützt.

Hat ein Gerät einen Fehler, leitet der Schutzleiter den Strom sicher ab, damit das Gehäuse nicht unter Spannung steht. In Häusern, die vor etwa 1970 gebaut wurden, fehlt er oft. Dann müssen bei einer Sanierung mehr Leitungen neu verlegt werden.

Starkstrom (400 Volt)

Ein Anschluss mit mehr Leistung für große Geräte.

Normale Steckdosen haben 230 Volt. Herd, Durchlauferhitzer, Wallbox oder große Maschinen brauchen einen 400-Volt-Anschluss. Umgangssprachlich heißt er Starkstrom, Fachleute sagen Drehstrom.

Netzbetreiber

Das Unternehmen, dem das Stromnetz in Ihrer Straße gehört.

Das ist nicht unbedingt Ihr Stromanbieter, bei dem Sie den Strom bezahlen. PV-Anlagen, Speicher, Wallboxen und Wärmepumpen müssen beim Netzbetreiber angemeldet werden, manche brauchen sogar eine Genehmigung. Das übernehmen wir für Sie.

Elektrofachkraft

Eine ausgebildete Fachperson, die an elektrischen Anlagen arbeiten darf.

Arbeiten an der fest verbauten Elektrik dürfen nur Elektrofachkräfte ausführen. Das dient Ihrer Sicherheit und Ihrem Versicherungsschutz. Neue Anlagen beim Netzbetreiber anmelden darf nur ein eingetragener Elektrofachbetrieb.

02

Leistung & Verbrauch

kW (Kilowatt)

Wie viel Leistung ein Gerät in einem Moment braucht oder liefert.

Ein Wasserkocher braucht etwa 2 kW, eine Wallbox lädt mit 11 kW. Je höher die Zahl, desto mehr Strom fließt gleichzeitig.

kWh (Kilowattstunde)

Wie viel Strom insgesamt verbraucht oder erzeugt wird.

Läuft ein Gerät mit 1 kW eine Stunde lang, verbraucht es 1 kWh. Ihr Stromzähler zählt Kilowattstunden. Ein Haushalt mit vier Personen braucht ungefähr 4.000 kWh im Jahr.

kWp (Kilowatt-Peak)

Die Höchstleistung einer Solaranlage bei voller Sonne.

Damit gibt man die Größe einer PV-Anlage an. Faustregel: 1 kWp braucht etwa 5 m² Dachfläche und erzeugt in unserer Region rund 900 bis 1.000 kWh Strom im Jahr. Für ein Einfamilienhaus sind 8 bis 12 kWp üblich.

03

Solar & Energie

Photovoltaik (PV)

Solarmodule, die aus Sonnenlicht Strom machen.

Den Strom können Sie selbst nutzen, speichern oder ins Netz einspeisen. Zu einer PV-Anlage gehören die Module, ein Wechselrichter, die Halterungen und die Leitungen bis zum Zählerschrank.

Wechselrichter

Macht aus dem Strom der Solarmodule Strom, den Sie im Haus nutzen können.

Solarmodule erzeugen Gleichstrom, im Haus wird Wechselstrom gebraucht. Der Wechselrichter wandelt ihn um. Er hängt meist im Keller, in der Garage oder im Technikraum.

Stromspeicher

Eine große Batterie, die Solarstrom für später aufbewahrt.

Tagsüber wird der Speicher mit Solarstrom geladen, den Sie gerade nicht brauchen. Abends und nachts nutzen Sie diesen Strom. Die Größe wird in kWh angegeben. Faustregel: etwa 1 kWh Speicher pro kWp Anlagengröße.

Eigenverbrauch

Der Teil des Solarstroms, den Sie selbst nutzen.

Selbst genutzter Solarstrom ist meist deutlich günstiger als Strom aus dem Netz. Mit Speicher, Wallbox oder Wärmepumpe nutzen Sie mehr von Ihrem eigenen Strom.

Wärmepumpe

Eine Heizung, die mit Strom Wärme aus Luft, Erde oder Wasser gewinnt.

Sie braucht einen eigenen Stromkreis und muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Zusammen mit einer PV-Anlage kann sie teilweise mit eigenem Solarstrom laufen.

Inbetriebnahme

Das erste sichere Einschalten nach dem Einbau.

Wir prüfen und messen die Anlage, schalten sie frei und halten die Messwerte in einem Protokoll fest. Danach ist die Anlage offiziell in Betrieb.

04

Wallbox & E-Auto

Wallbox

Eine Ladestation für Elektroautos, die an der Wand hängt.

Sie lädt schneller und sicherer als eine normale Haushaltssteckdose. Jede Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden. Wallboxen mit mehr als 11 kW brauchen zusätzlich eine Genehmigung.

Ladepunkt

Ein Platz, an dem ein Auto laden kann.

Eine Wallbox hat meist einen Ladepunkt. Sollen zwei Autos gleichzeitig laden, braucht man zwei Ladepunkte.

Ladeleistung (11 kW / 22 kW)

Wie schnell ein Elektroauto geladen wird.

Mit 11 kW ist ein typisches E-Auto in etwa 5 bis 7 Stunden voll, also über Nacht. 22 kW ist doppelt so schnell, aber nur, wenn das Auto das auch kann. Viele Autos laden zu Hause ohnehin höchstens mit 11 kW.

Lastmanagement

Eine Steuerung, die den Strom auf mehrere Ladepunkte verteilt.

Laden mehrere Autos gleichzeitig, achtet das Lastmanagement darauf, dass der Hausanschluss nicht überlastet wird. Ohne Lastmanagement müsste der Anschluss oft teuer verstärkt werden.

05

Leitungen & Einbau

Aufputz

Die Leitung liegt sichtbar auf der Wand.

Meist in einem Kabelkanal oder Rohr. Das geht schnell, ist günstig und macht kaum Schmutz. Typisch in Garage, Keller oder Werkstatt.

Unterputz

Die Leitung liegt unsichtbar in der Wand.

Dafür wird ein Schlitz in die Wand gefräst, die Leitung hineingelegt und die Stelle wieder verputzt. Das sieht schöner aus, macht aber mehr Arbeit. Danach muss die Wand meist neu gestrichen werden.

Erdarbeiten

Das Kabel wird durch die Erde verlegt.

Nötig, wenn Stellplatz, Garage oder Gartenhaus nicht direkt am Haus liegen. Dafür wird ein Graben unter Rasen oder Pflaster gezogen und danach wieder geschlossen.

Leerrohr

Ein leeres Rohr in Wand oder Boden, in das man später Kabel einziehen kann.

Wer beim Bau Leerrohre einplant, kann später zum Beispiel eine Wallbox oder Netzwerkkabel nachrüsten, ohne Wände aufzustemmen.

Kabeltrasse

Eine Halterung, in der viele Kabel gebündelt geführt werden.

Typisch in Hallen, Kellern und Gewerberäumen. Die Kabel liegen ordentlich und lassen sich später leicht ergänzen.

Netzwerkkabel (LAN)

Feste Kabel für Internet, Computer und Fernseher.

Netzwerkkabel verbinden Router, Computer, Fernseher oder WLAN-Sender fest miteinander. Das ist schneller und stabiler als nur WLAN.

Demontage (Rückbau)

Der Ausbau der alten Elektrik vor der Erneuerung.

Alte Leitungen, Dosen und Sicherungen werden entfernt und fachgerecht entsorgt. Im Rechner für Sanierungen ist das schon eingerechnet.

DIN 18015

Eine Norm, die beschreibt, wie viele Steckdosen und Anschlüsse eine Wohnung mindestens haben sollte.

Sie legt die Mindestausstattung fest. Unsere Ausstattung „Standard“ liegt schon darüber, damit Sie im Alltag genug Steckdosen haben und später erweitern können.

06

Smart Home & KNX

Smart Home

Licht, Heizung, Rollläden und mehr werden automatisch oder per App gesteuert.

Zum Beispiel fahren morgens die Rollläden hoch, oder beim Verlassen des Hauses geht überall das Licht aus. Wie viel automatisch passiert, legen Sie selbst fest.

KNX

Ein weltweiter Standard, mit dem die Geräte im Haus miteinander sprechen.

Geräte vieler Hersteller passen zusammen, Sie sind also nicht an eine Marke gebunden. Die Geräte sind über eine eigene Steuerleitung verbunden. Am einfachsten ist KNX im Neubau, weil die Leitungen gleich mitverlegt werden.

Busleitung

Die Steuerleitung, über die KNX-Geräte Befehle austauschen.

Sie wird zusätzlich zur normalen Stromleitung verlegt. Ein Taster schickt darüber zum Beispiel den Befehl „Licht an“ an das passende Gerät im Verteiler.

Funk-KNX

KNX ohne neue Steuerleitung, die Geräte senden per Funk.

Ideal zum Nachrüsten in bewohnten Häusern, weil keine Wände geöffnet werden müssen.

KNX Secure

KNX mit verschlüsselter Übertragung.

Die Befehle zwischen den Geräten werden verschlüsselt. So kann niemand von außen die Steuerung mitlesen oder verändern.

Taster

Der Schalter an der Wand im Smart Home.

Ein Taster schaltet den Strom nicht direkt, sondern schickt einen Befehl. Deshalb kann ein einziger Taster mehrere Dinge steuern, etwa Licht und Rollladen. Es gibt sie in verschiedenen Designlinien, von schlichtem Kunststoff bis Glas oder Metall.

Aktor

Ein Gerät, das auf Befehl etwas schaltet.

Aktoren sitzen meist im Verteiler. Sie schalten Licht, fahren Rollläden oder öffnen Heizungsventile, sobald sie einen Befehl bekommen.

Beschattung

Elektrische Rollläden, Jalousien oder Markisen.

Im Smart Home fahren sie automatisch, zum Beispiel nach Uhrzeit, Sonnenstand oder per App.

Einzelraumregelung

Jeder Raum bekommt seine eigene Wunschtemperatur.

Die Steuerung öffnet und schließt dafür die Ventile an Heizkörpern oder Fußbodenheizung. Das Bad wird wärmer, das Schlafzimmer bleibt kühler. Das spart Energie, weil nur dort geheizt wird, wo es nötig ist.

Szenen

Gespeicherte Einstellungen für mehrere Geräte auf einen Tastendruck.

Zum Beispiel „Fernsehabend“: Licht gedimmt, Rollläden runter. Oder „Alles aus“ beim Verlassen des Hauses.

Visualisierung

Die Bedienoberfläche des Smart Homes auf Handy, Tablet oder Touchpanel.

Darüber sehen und steuern Sie alles an einem Ort, auf Wunsch auch von unterwegs.

Zentrale (Server)

Das Gerät, das alle Smart-Home-Funktionen zusammenführt.

Es verbindet die Anlage mit der App, speichert Szenen und Zeitpläne und macht die Bedienung von unterwegs möglich.

07

Prüfung nach DGUV V3

DGUV Vorschrift 3

Eine Unfallverhütungsvorschrift für elektrische Anlagen und Geräte in Betrieben.

Betriebe müssen ihre Elektrik und Geräte regelmäßig prüfen lassen, damit niemand zu Schaden kommt. Die Prüfung ist auch für den Versicherungsschutz wichtig. DGUV steht für Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung.

Ortsveränderliche Geräte

Alles mit Stecker, das man bewegen kann.

Zum Beispiel PCs, Wasserkocher, Kaffeemaschinen, Verlängerungskabel und Werkzeuge. Jedes Gerät wird einzeln geprüft.

Ortsfeste Anlage

Alles, was fest im Gebäude eingebaut ist.

Dazu gehören Leitungen, Steckdosen, Lampen, der Verteiler und fest angeschlossene Maschinen. Geprüft wird sie Stromkreis für Stromkreis.

Prüfprotokoll

Die schriftliche Dokumentation der Prüfung.

Darin steht, was geprüft und gemessen wurde und mit welchem Ergebnis. Sie brauchen es als Nachweis, zum Beispiel für die Berufsgenossenschaft oder Ihre Versicherung.

Prüfplakette

Ein Aufkleber, der die bestandene Prüfung zeigt.

Darauf steht, wann das Gerät geprüft wurde und wann die nächste Prüfung fällig ist.

Prüffrist

Die Zeit bis zur nächsten Prüfung.

Sie hängt davon ab, wie stark Geräte und Anlage beansprucht werden. Im Büro sind die Abstände länger als in der Werkstatt oder auf der Baustelle. Wir helfen Ihnen, passende Fristen festzulegen.

08

Kosten & Ablauf

Preisspanne

Der Bereich von – bis, in dem die Kosten voraussichtlich liegen.

Der Kostenrechner zeigt eine grobe Orientierung, kein Angebot. Je mehr noch unklar ist, desto breiter ist die Spanne. Den genauen Preis nennen wir nach dem Vor-Ort-Termin.

Vor-Ort-Termin

Wir kommen vorbei und sehen uns alles bei Ihnen an.

Danach wissen wir, was genau nötig ist, und schicken Ihnen ein verständliches Angebot, in dem jede Position einzeln aufgeführt ist.